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Währungskonto: clever Kapital in Devisen anlegen

 

1. Grundlagen

2. Privatkonten

2.1 Tipps zur Kontoeröffnung

3. Wesentliche Kostenquelle: Konvertierungskosten

4. Geschäftskonten

 

1. Grundlagen zu Währungskonten

In Deutschland gilt jedes Bankkonto, das in einer anderen Währung als Euro geführt wird, als Währungskonto. Die Kreditinstitute bieten das Währungskonto auch unter den Namen Devisenkonto oder Fremdwährungskonto an. Ein Währungskonto wird als Girokonto mit Funktionen für den Zahlungsverkehr oder als Tagesgeldkonto beziehungsweise Festgeldkonto zur Geldanlage eröffnet. Einige Banken und Sparkassen bieten die Kontoführung nur in den gängigsten Währungen an, während andere Kreditinstitute eine große Auswahl an Fremdwährungen im Programm haben, drunter auch sogenannte Exoten. Zu den häufig nachgefragten Währungen für ein Devisenkonto zählen:

  •     US-Dollar (USD)
  •     Britisches Pfund (GBP)
  •     Japanischer Yen (JPY)
  •     Schweizer Franken (CHF)
  •     Australischer Dollar (AUD)
  •     Norwegische Kronen (NOK)

 

Auch in vielen weiteren Fremdwährungen bieten die Kreditinstitute Währungskonten an. Bei zahlreichen Anbietern kann das Konto online eröffnet werden. Das liegt unter anderem daran, dass vor allem Direktbanken Devisenkonten im Programm haben. Einige Banken eröffnen das Konto in fremder Währung nur dann, wenn der Kontoinhaber auch ein Girokonto in Euro oder ein Depot bei ihnen unterhält. Bei anderen Anbietern dagegen ist die Führung eines weiteren Kontos keine Voraussetzung für die Eröffnung eines Währungskontos.

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Die Auswahl der Währungen, in den das Konto geführt werden kann, hängt teilweise von den weltweiten wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen ab. So zeichnet sich zum Beispiel Norwegen durch eine niedrige Staatsverschuldung aus, weshalb eine Geldanlage in NOK als weniger risikoreich gilt als in anderen Währungen. Beim US-Dollar handelt es sich um eine historische Leitwährung, von der sich viele Anleger aus aller Welt eine besondere Sicherheit versprechen. In jedem Fall müssen sich die Kontoinhaber eines Devisenkontos immer bewusst sein, dass ihr Guthaben dem Risiko von Kursschwankungen unterliegt. Gleichzeitig kann sich der volatile Devisenmarkt als Turbo für die Rendite von Währungskonten erweisen, wenn die Kursentwicklung günstig für den Kontoinhaber verläuft.

 

2. Devisenkonto als Privatkonto

Private Bankkunden eröffnen ein Konto in anderer Währung als Euro meist als Konto für Geldanlagen. Eine Ausnahme bilden jedoch Devisenkonten als Girokonten in Türkischer Lira (TLY), die häufig von in Deutschland ansässigen Privatpersonen eröffnet werden, die in der Türkei Immobilien besitzen oder ihre Familie dort finanziell unterstützen. Ein Währungskonto als Anlagekonto wird als Tagesgeldkonto oder seltener als Festgeldkonto angeboten. Private Anleger eröffnen Anlagekonten in Fremdwährung zu unterschiedlichen Zwecken:

 

  •     Anlage eines Teils des Vermögens in anderen Währungen, um unabhängiger von der Entwicklung des Euro zu sein
  •     teilweise attraktive Verzinsung der Guthaben auf einem Devisenkonto (abhängig von der gewählten Währung)
  •     Abwicklung von Wertpapiergeschäften an ausländischen Börsen in Landeswährung als Referenzkonto für Wertpapiere in Fremdwährung, damit die Ausschüttungen in der fremden Währung erfolgen können, ohne Gebühren für die Konvertierung der Devisen

 

Wenn sich ein Kontoinhaber für mehrere Fremdwährungen entscheidet, in denen er ein Devisenkonto führen möchte, muss er für jede Währung ein separates Konto eröffnen. Daher sollte nach einem Anbieter gesucht werden, der keine Kontoführungsgebühren in Rechnung stellt.

 

2.1 Wichtige Punkte bei der Eröffnung eines Devisenkontos durch Privatpersonen

Insgesamt sollten private Interessenten für ein Währungskonto auf folgende Punkte achten:

  •     Berechnet die kontoführende Bank Kontoführungsgebühren?
  •     Muss eine Mindestsumme eingezahlt werden?
  •     Wie hoch ist das Konvertierungsentgelt für die Devisenkäufe und Devisenverkäufe?
  •     Von einem Währungskonto als Anlagekonto ist keine Überweisung ins Ausland möglich!
  •     Wird die Geldanlage auf dem Währungskonto verzinst?
  •     Die Zinsen auf dem Währungskonto werden unter Umständen mit Steuern belastet!

 

Einige Banken verlangen einen Mindestbetrag, der sich als Guthaben in Fremdwährung auf dem Konto befinden muss. Während manche Anbieter lediglich umgerechnet 500 Euro auf dem Konto sehen möchten, kann der Mindestbetrag bei anderen Banken auf den Gegenwert von bis zu 25000 Euro ansteigen. Anlegern, denen die geforderte Summe zu hoch ist, können sich stattdessen für den Kauf von Zinszertifikaten entscheiden, die in der gewünschten Währung angeboten werden. Die Anleger sollte aber darauf achten, dass Zinszertifikate nicht der offiziellen Einlagensicherung unterliegen, wie es bei Währungskonten der Fall ist. Sofern ein Devisenkonto bei einer Bank mit Sitz innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) geführt wird, ist das Guthaben bis zu umgerechnet 100000 Euro gegen eine Insolvenz der Bank abgesichert.

 

3. Konvertierungsgebühr als wesentliche Kostenquelle

Die Konvertierungsgebühr ist der wichtigste Kostenfaktor, den Kontoinhaber eines Kontos in Fremdwährung beachten sollten. Der Anlagebetrag in Euro wird in die Fremdwährung ungerechnet, indem der Anleger Euro verkauft und dafür eine andere Währung kauft. Einige Anbieter berechnen eine Pauschale von bis zu 1 % des Betrages als Konvertierungsentgelt. Es gibt aber auch Anbieter, die komplett auf das Konvertierungsentgelt verzichten und die sich mit der Geld-Brief-Spanne der Devisenkurse, auch als Spread bezeichnet, als Gebühr begnügen. Neben den Gebühren für den Devisenhandel ist auch entscheidend, zu welchem Kurs die Transaktionen abgerechnet werden. Zahlreiche Banken legen den Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) für die Abrechnung zugrunde, der werktäglich auf der Internetseite https://www.ecb.europa.eu/stats/exchange/eurofxref/html/index.en.html veröffentlicht wird. Große Geldinstitute setzen auch ein eigenes Fixing fest, zu dem die Devisentransaktionen ihrer Kunden abgerechnet werden. Diese Kurse für fremde Währungen fallen für die Bankkunden in der Regel schlechter aus als der Mittelkurs der EZB.

Das Fremdwährungskonto einer Privatperson als Anlagekonto dient nicht dem allgemeinen Zahlungsverkehr. Das müssen Kontoinhaber beachten, die planen, die Miete für ein Ferienhaus oder die Zahlung für im Ausland gekaufte Waren über das Konto laufen zu lassen. Die Kreditinstitute geben zwar an, dass die Guthaben auf dem Devisenkonto täglich verfügbar sind. Das bedeutet aber nur, dass der Kontoinhaber täglich die fremde Währung verkaufen und dafür eine Gutschrift in Euro erhalten kann.


Nicht jede Bank zahlt Zinsen für Guthaben auf einem Devisenkonto. Einige Anleger entscheiden sich trotzdem dafür, einen Teil ihres Vermögens in fremder Währung anzulegen, weil sie einen Verfall des Euro befürchten. Wenn es sich um eine unverzinste Geldanlage handelt, kann der Kontoinhaber trotzdem einen Gewinn erzielen, indem er Kursschwankungen der Devisen nutzt. Bei einem rechtzeitigen Kauf und Verkauf von Währungen können Kursgewinne erzielt werden. Diese Gewinne werden nicht mit Steuern belegt, sofern der Kontoinhaber eine Spekulationsfrist von einem Jahr beachtet. Bei Verzinsung des Währungskontos oder bei einer Nichtbeachtung der Spekulationsfrist hingegen fallen Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer an.

 

4. Währungskonto als Geschäftskonto

Geschäftsleute nutzen ein Devisenkonto sowohl zur Geldanlage als auch zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs mit ausländischen Geschäftspartnern. Sowohl für Exporteure als auch für Importeure bietet ein Währungskonto den Vorteil, dass sie die Preiskalkulation ohne Berücksichtigung von Schwankungen der Devisenkurse durchführen können. Das vereinfacht die Angebotserstellung ebenso wie die Buchhaltung eines Unternehmens.

Wenn eine Geldanlage auf dem Fremdwährungskonto einer Firma verzinst wird, erhöhen die Zinsen den Geschäftsgewinn. Das kann zu einer Erhöhung der Gewerbesteuer und anderer gewinnabhängigen Abgaben des Unternehmens führen. Außerdem beinhaltet jedes Konto in einer anderen Währung als Euro ein Wechselkursrisiko, wodurch sich auch finanzielle Verluste ergeben können. Auch dies müssen die Betriebe in ihren Büchern entsprechend berücksichtigen.

Zahlungseingänge auf einem Fremdwährungskonto als Geschäftskonto können sowohl durch Umbuchung von anderen Konten der Firma als auch durch Überweisungen aus dem Ausland und durch die Einreichung von Schecks in Fremdwährung erfolgen. Bei den meisten Banken sind Einzahlungen oder Auszahlungen von Bargeld nicht möglich. Das Unternehmen kann aber die Ausstellung einer Kreditkarte beantragen. So können Geschäftsleute das Konto auch auf Geschäftsreisen zur Zahlung ihrer Rechnungen nutzen.

Überweisungen von einem Devisenkonto sind nur in der Währung möglich, in der das Konto geführt wird. Manche Banken bieten den Kontoinhabern jedoch die Möglichkeit, Beträge von dem Fremdwährungskonto nicht nur in Euro zu konvertieren, sondern in eine andere Fremdwährung. Dazu muss das Unternehmen aber über ein weiteres Währungskonto in der Zielwährung verfügen, dem der konvertierte Betrag gutgeschrieben wird.
 

 

 

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